Camping l'Araguina
Der Campingplatz L'Agricola liegt nur wenige Minuten Fußweg vom Hafen und gleichzeitig Busbahnhof Bonifacios entfernt, an der Zufahrtsstraße nach Bonifacio. Vom Hafen sind es nur wenige Minuten bis in die Altstadt und in Richtung Hafen befindet sich fast direkt neben dem Campingplatz der Wanderweg zu verschiedenen Strand-Buchten. Die erste Bucht ist nicht allzu gemütlich, eine schönere ist wiederum etwas mehr als eine Stunde Fußmarsch entfernt.
Die Begrüßung auf dem Platz ist freundlich und man kann sich mit einfachem Englisch verständigen. Unsere Platzwahl wurde auf einen bestimmten Bereich eingeschränkt, was aber möglicherweise auch daran lag, dass der Campingplatz relativ voll war. Nach einer kurzen Einführung in die Grundregeln des Platzes konnten wir im vorgegebenen Bereich die Zelte aufschlagen.
Der Campingplatz wirkt relativ kompakt und komprimiert, allerdings durchaus gepflegt. Vielleicht kein Ort um gemütlich seinen Urlaub zu verbringen, sondern, wie hier auch schon oftmals angemerkt, ein praktikabler Campingplatz um günstig mitten in Bonifacio zu übernachten. Überall auf dem Platz findet man vereinzelt Bäume, die Schatten spenden. Man ist nicht gerade im Wald, aber auch nicht der prallen Sonne ausgesetzt. Der sandige Boden war relativ hart, mit einem Stein o.ä. konnte man die Heringe jedoch gut einschlagen.
Die Sanitäranlagen sind zu den Stoßzeiten relativ voll und dadurch nicht ganz sauber, aber noch in Ordnung. Waschbecken für Kleider- und Geschirrwäsche befinden sich vor den Sanitäranlagen im Freien. Europäische Toiletten sind dort leider nicht vorzufinden.
Der Campingplatz selbst verfügt über eine kleine Bar und die ersten Gaststätten findet man schon direkt um die Ecke. Spätestens am Hafen hat man die große Restaurant- und Tourimeile entdeckt, an der unzählige Gaststätten, Kneipen, Pizzerien, Eisstände und eine Disko zu finden sind. Mindestens 2 Supermärkte sind ebenso nur etwa 10 Gehminuten entfernt. Eine Übernachtung dort kostete uns 6,60€ pro Person und 2,70€ pro Zelt.
Kritik von Jonas Boye, 19. 9. 2011
Der Platz ist meiner Ansicht nach nichts für einen längeren Aufenthalt, zu klein, zu eng, zu laut, zu sandig. Nachts irgendwann wird es endlich mal ruhig, schon kommt dann morgens um 5 die Müllabfuhr, ansonsten Straßenlärm. Vorteilhaft ist die Lage in der Stadt, aber länger als eine Nacht würde ich mich dort nicht aufhalten wollen, lieber pendeln etwa vom Camping des Iles, auch ohne Auto ist das machbar, denn für Bonifacio selbst kann man gut zwei-drei Tage einplanen mit Strandbesuchen in der Umgebung.
Sandiger, ebener Boden, als Zelter kann man zwar auf die höheren Terrassen, trotzdem bleibt es eng und laut, und wenn man neben den Sanitäranlagen Station nimmt, wandern einige Leute auf dem Weg dorthin wohl häufig vorbei bzw. stolpern über die Zeltschnüre. Die Dame an der Rezeption war freundlich, sicherlich resolut, in der Nebensaison kann man sein Plätzchen suchen, sie weist nur die Richtung. Die Sanitäranlagen waren nicht ganz so sauber, weil es nicht so viele sind, wurden aber wohl morgens gereinigt. Durch die Stadtnähe ist alles gut erreichbar, man ist gleich am Hafen und erreicht schnell alles, was früh abfährt, eben dies ist die beste Funktion dieses Platzes. Die Bar auf dem Weg zum Hafen direkt an der Straße sah nett aus, aber direkt neben der Straße gelegen verleitete sie doch nicht zu einem Besuch, ebenso wenig das Restaurant direkt am Platz, schließlich ist das Zentrum nicht weit. Preise bewegten sich wie üblich um die 15 Euro für 2 Personen mit Zelt Nebensaison.
Kritik von Marion M., 27. 9. 2010
Der Platz liegt direkt an der Zufahrt nach Bonifacio an der D 198 und mit Bus oder Zelt ein toller Übernachtungsplatz für ein oder zwei Nächte um die Stadt zu besuchen und zur Überfahrt nach Sardinien (vor allem wenn man die Frühfähre erwischen möchte). Mit dem Wohnmobil muss man schon gut rangieren können und die Nähe zu anderen mögen. Der Platz ist terrassiert, mit ebenem Sandboden. Die Platzwahl ist alles andere als frei - die Dame an der Rezeption gibt genaue Anweisungen und hat den absoluten Plan was noch wo hinpasst. Auch mit dem Bus sollte man sicher rangieren können! Ein typischer Stadtplatz der durch seine Nähe zum Hafen und der Stadt mit kompletter Infrastruktur besticht. Dabei ist er keineswegs lauter als andere Plätze in Strassennähe.
Die Sanitätshäuschen sind sehr eng und meist ziemlich voll, aber durchaus in ordentlichem Zustand. Es gibt am Eingang ein Restaurant mit Frühstücksmöglichkeit, das haben wir aber nicht getestet. Supermarkt und unzählige weitere Restaurants sind am Hafen. Auf dem Weg dorthin gibt es aber auch schon eine Bar. Der Hafen ist zudem Ausganspunkt für unzählige Bootstouren jeder Art und Länge. Mit dem Zelt bekommt man einen Platz recht weit oben auf den Terrassen und dann kann man es da bestimmt ein paar Tage länger aushalten, denn dort hat man seine Ruhe und einen wirklich schönen Platz mit Überblick. Reservierung scheint möglich und für Gruppen (z.B. Motorrad) auch dringend zu empfehlen.
Preis: 2 Erwachsene, 2 Kinder, Bus, Strom 30€
Kritik von Brigit Kick, 16. 9. 2010
Kleiner terrassierter Platz rechts an der Straße unmittelbar vor Bonifacio. Die einmalige Lage des Platzes ist auch dessen einzige Existenzrechtfertigung. In nur fünf Minuten Marsch um einen Felsen herum entlang der Straße N198 ist man mitten in der Marina von Bonifacio. Für Erkundungen der Stadt also ideal, zumal der nächste andere Campingplatz Kilometer entfernt ist. Dafür ist der Platz wegen direkter Nachbarschaft zur N198 entsprechend laut.
Das war es dann aber auch schon mit den Vorteilen. Der Platz ist unter wenigen Olivenbäumen kaum schattig. Zudem ist er sehr eng, auf den oberen Terrassen können mehr oder weniger nur Zelte aufgebaut werden. Für Wohnmobile gibt es unten ganze sechs oder sieben Stellplätze, die zudem so eng sind, dass man durch das Fenster den Nachbarn das Essen stehlen kann. Will man mit dem Wohnmobil wegfahren, kann das bei der Enge in eine ganz schöne Kurbelei ausarten, wenn überhaupt möglich, ohne dass eine ganze Kolonne ummanövriert werden muss.
Die Sanitaires sind eigentlich nicht mehr zeitgemäß, da müsste dringend etwas getan werden. Die Hütte ist in links und rechts eingeteilt, die mit einer Kette abwechslungsweise abgesperrt sind. Die Sauberkeit lässt zu wünschen übrig. Es gibt ausschließlich alte französische Hockklos, und die hasse ich wie die Pest! Wie schon erwähnt: Zum Thema Sanitaires herrscht auf diesem Platz dringender Handlungsbedarf. Und was das Schild soll, das vielsprachig verkündet, die Duschen seien von 11:00 bis 13:00 gesperrt, weiß auch niemand.
Der Platz wird wegen der Lage natürlich entsprechend frequentiert: Bis Mittags ist der Platz plötzlich fast leer, dann bis zum Abend wieder voll. Die meisten Camper nutzen diesen Platz nur zum Übernachten, und soweit es geht nur für eine einzige Nacht. Viel länger hält man es da auch nicht aus!
Das einzig schöne an dem Platz ist die Rezeption: ein schmuckes Holzhäuschen. Die Dame darin ist nur mäßig freundlich, aber vor allem ungeduldig. Schließt man seine Kabeltrommel nicht an die von ihr zugeteilte Steckdose (kaum erkenntlich wegen verwirrender Nummerierung), kommt sie gestikulierend und laut herbei und korrigiert den Missgriff auf unmissverständliche Art. Beim Auschecken ist die Bezahlung mit Kreditkarte mal wieder nicht möglich, aber das hat mich dann auch nicht mehr weiter gewundert. Eigentlich wollte ich ursprünglich drei Tage auf dem Platz bleiben. Aber auf den dritten Tag und die Wanderung zur römischen Ruine von Piantarella habe ich dann verzichtet und bin in Richtung Aléria geflohen.
Kritik von Uli Porath, 24. 8. 2009
Lage des Camping Araguina
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