Corte und Umgebung
Corte, die heimliche Hauptstadt Korsikas liegt im Herzen der Insel am Zusammenfluss des Tavignano und der Restonica. Die Festung thront auf einem Felsen oberhalb der Stadt. Sie war während Jahrhunderten stark umkämpft. Während Korsikas Unabhängigkeit zwischen 1755 und 1769 war Corte unter Pasquale Paoli die Hauptstadt der Insel. In Corte ist immer etwas los, denn hier befindet sich die einzige Universität Korsikas. In den Cafés und Bars treffen sich abends die Studenten. Corte ist auch ein Magnet für Wanderer, bieten sich doch in der Umgebung viele Touren an, beispielsweise zum Melo- und Capitellosee oder ins Tavignanotal. Kletterer finden mehrere Sportklettergebiete.
In der Region Corte und hoch bis zum Vizzavona-Pass gibt es zahlreiche schöne Flussbadestellen im Tavignano, in der Restonica, im Vecchio und im Agnone.
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Karte Corte und Umgebung
Diese Karte ist ein Ausschnitt aus der Karte 'world mapping project Korsika'. (c) REISE KNOW-HOW Verlag Peter Rump Gmbh |
Corte
Corte liegt im Zentrum der Insel und gilt als heimliche Hauptstadt Korsikas. Zur Zeit der Unabhängigkeit Korsikas zwischen 1755 und 1769 unter Pasquale Paoli war Corte Hauptstadt. Dies verdankt sie sicherlich auch seiner günstigen Lage. Corte liegt an der Strecke Bastia - Ajaccio und zudem am Tavignano, durch dessen Tal man schnell an die Ostküste kommt. In Corte mündet auch die Restonica in Korsikas zweitlängsten Fluss. Die Region um Corte hat viel zu bieten. Vor allem Wanderer schätzen die Stadt als Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen. Zudem findet man viele tolle Flussbadestellen.
Geschichte
Die Region um Corte war bereits in der Bronzezeit besiedelt. Spuren aus dieser Zeit findet man noch auf der Punta di u Corbu im Süden der Stadt. Die Mauren gründeten auf dem Felssporn oberhalb des Zusammenflusses des Tavignanos und der Restonica eine erste Kolonie, die Mascara hiess. 1420 erreichtete Vincentello d'Istra, Vizekönig von Korsika, im Auftrag des Königs von Aragonien eine Zitaldelle. 1434 übernahmen die Genuesen nach der Hinrichtung Vincentellos die Festung und bauten diese immer weiter aus. 1553 eroberte Sampiero Corso, der korsischste aller Korsen, zusammen mit den Franzosen die Stadt. Durch den Vertrag von Cateau Camprésis ging sie aber 6 Jahre später wieder an die Genuesen. 1730 wurde Corte von den korsischen Unabhängigkeitkämpfern unter Ceccaldi und Giafferi erobert. Diese Besatzung war aber nur von kurzer Dauer, denn zwei Jahre später wurde Corte von den Genuesen zurückerobert, welche von den Habsburgern unterstützt wurden. Es gelang den Aufständischen aberr erneut, die Stadt in ihre Gewalt zu bringen. 1739 musste sich Corte aber den französischen Truppen ergeben. Erst 1753 wurde die Stadt unter Gianpietro Gaffori zurückerobert. Pasquale Paoli ernannte Corte 1755 zur Hauptstadt Korsikas und gründete hier 1764 eine Universität. Nach der Niederlage Paolis in Ponte Nuovo im Jahr 1769 ging Korsika und somit Corte an die Franzosen. Paoli flüchtete nach England ins Exil. Corte verlor darauf an Bedeutung, blieb aber unter den Korsen immer noch die heimliche Hauptstadt der Insel. 1962 liess sich die Fremdenlegion in Corte nieder. Diese verliess die Stadt 1983. 1981 wurde die Universität, welche nach der Niederlage geschlossen worden war, wieder eröffnet. Noch heute ist sie die einzige Universität Korsikas. Es sind über 4300 Studenten und Studentinnen eingeschrieben. Informationen über die Uni findet man auf der Website der Uni. Heute ist Corte ein wichtiger Tourismusort und Ausgangspunkt für viele Wanderungen in der Region.
Stadtrundgang
Zufahrt: Es ist nicht ganz leicht, sich mit dem eigenen Fahrzeug in Corte zurechtzufinden. Am besten ist es, wenn man im neu erbauten Parkhaus südlich der Haupteinkaufsstrasse sein Auto abstellt und die Stadt zu Fuss erkundet. Von Ajaccio her kommend gelangt man zu einem Kreisverkehr. Rechterhand befindet sich der grosse Supermarkt. Man nimmt hier die zweite Ausfahrt und kommt so zum zweiten Kreisverkehr beim Bahnhof. Hier nimmt man die erste Ausfahrt, überquert den Tavignano und kommt zu einem Lichtsignal, wo man links einspurt. Man biegt links ab, fährt am Universitätsgelände vorbei und gelangt 300 m danach zum neuen Parkhaus. Von Aléria her komment erreicht man ebenfalls den Kreisverkehr beim Bahnhof. Wer von Bastia her kommt, fährt auf der N193 bis zum Lichtsignal, biegt dort rechts ab und folgt der Stasse vorbei am Unigelände bis zum Parkhaus das auf der linken Seite der Strasse liegt. Weitere Parkmöglichkeiten befinden sich nördlich der Zitadelle oder beim Zusammenfluss des Tavignano und der Restonica.
Verlässt man das Parkhaus, betritt man dessen trostlos wirkendes Oberschoss. Man geht hier westwärts zwischen den Häusern hindurch und gelangt so auf den Cours Paoli, Cortes Einkaufsstasse. Hier befinden sich zahleiche Geschäfte. Geht man nordwärts, erreicht man die Place du Duc de Paduque, an der sich zwei Hotels befinden. Südwärts steigt der Cours Paoli stetig an und man erreicht so die Place Paoli, in deren Zentrum Monsieur Pasquale Paoli in Form einer Bronzestatue zu bewundern ist. Rund herum findet man zahlreiche Restaurants, Cafés und Souvenirshops. Biegt man kurz vor Erreichen des Platzes rechts in eine Seitengasse ab, gelangt man zu einem alten Weinkeller. Dort ist es selbst im Hochsommer angenehm kühl und man kann in Ruhe ein Glas Wein geniessen. Von der Place Paoli aus führt eine flache Treppe, die Rue Scoliscia aus abgeschliffenen Granitkugeln aus dem Tavignano und der Restonica hoch zur Place Gaffori. Analog zur Place Paoli findet man hier ebenfalls eine Bronzestatue, diesmal von Herrn Gian Pietro Gaffori, der den Korsen zeigt, in welche Richtung es geht. Am Sockel findet man ein Flachrelief, welches eine dramatische Szene zeigt: Gafforis Frau Faustine hält eine lodernde Fackel über ein Pulverfass und zwingt so die verzweifelten Bürger zum Durchhalten. Die Genuesen sollten einst die Abwesenheit des Generals Gaffori genutzt und sein Haus überfallen haben. Einige Korsen eilten Faustine Gaffori zu Hilfe und sie verbarikadierten sich im Haus. Tagelang verteidigten sie sich gegen den Kugelhagel der Genuesen. Die Not wurde immer grösser und die Verbündeten legten Faustine nahe, sich zu ergeben. Diese wollte davon nichts wissen und brachte ein Pulverfass ins untere Zimmer, wo sie drohte, das Haus in die Luft zu sprengen, sollten sie nicht aufhören auf den Feind zu schiessen. Das Argument überzeugte ihre Freunde und sie hielten durch, bis General Gaffori endlich mit einer Schar Korsen zurückkehrte und die Genesen vertrieb. Die Einschusslöcher sind heute noch in der Fassade des Hauses, welches an der Place Gaffori steht, zu sehen.
Ebenfalls an der Place Gaffori steht die Verkündigungskirche (Eglise de l'Annonciation). Sie wurde 1450 errichtet und im 17. Jahrhundert umfassend restauriert und erweitert. Der hohe undd schmale Glockenturm passt hervorragend ins Bild der Altstadt, vor allem wenn man von der Zitadelle her hinunterschaut. Im Kircheninnern ist eine Figur des Heiligen Theophil zu sehen. Er wurde 1676 geboren, trat mit 17 dem Franziskanerorden bei und wirkte jahrelang in Italien, wo er mehrere Ermitagen gründete. 1730 kehrte er nochmals nach Korsika zurück, ehe er 1740 in Italien starb. 1930 wurde er von Papst Pius XI. heilig gesprochen.
Geht man rechts an der Kirche vorbei, gelangt man zu einem niedlichen Tante-Emma-Laden. Die Zeit scheint dort stehen geblieben zu sein. Einzig das €-Zeichen auf den Preisschildern zeigt, dass man die Umstellung nicht verpasst hat.

Etwas oberhalb der Place Gaffori liegt ein Parkplatz, von wo aus man durch ein Tor auch in die Zitadelle gelangt. Bevor man aber dort durch geht, sollte man sich rechts halten und entlang der Festungsmauer südwärts gehen. Man folgt den Schildern Belvédère, durchquert ein schön angelegtes Restaurant und gelangt so auf eine Aussichtsplattform, von wo aus man einen tollen Blickt über Corte und den obersten Teil der Zitadelle, den Adlerhorst (Nid d'Aigle) hat. Ein äusserst beliebtes Fotomotiv. Bei den beiden Tälern handelt es sich um das Restonicatal (rechts) und das Tavignanotal (links).
Auf dem gleichen Weg geht man wieder zurück zum Parkplatz und betritt durch das bereits erwähnte Tor die Zitadelle. Auf dem grossen Platz vor dem Museum, der Place du Poilu, finden in der Saison zahlreiche Konzerte statt. Beim grossen Gebäude rechterhand handelt es sich um den Nationalpalast, dem einstigen Regierungssitz Paolis. Auch die von Paoli 1764 gegründete Universität befand sich in diesen heute recht heruntergekommenen Gemäuern. 300 Studenten waren damals eingeschrieben. Heute ist hier das Tourismusbüro untergebracht. Im Haus Nummer 1 an der Place du Piolu lebte bis 1769 auch die Familie Bonaparte, ehe sie nach Ajaccio umzog.
Der Besuch des Musée de la Corse, welches 1997 eröffnet wurde, lohnt sich auf jeden Fall. Der moderne Bau des italienischen Architekten Andrea Bruno fügt sich harmonisch in die Mauern der Zitadelle ein. Das Museum zeigt in der permanenten Ausstellung einen Querschnitt durch Korsikas Geschichte, das Leben der Hirten in der Bergerien, die touristische Entwicklung, die Bruderschaften, die Industrie und die Musik. Daneben gibt es jeweils eine temporäre Ausstellung. Leider ist das Fotografieren im Museum streng untersagt. Das Ticket berechtigt auch zum Besuch der Zitadelle. Diese geht zum grössten Teil auf das 15. Jahrhundert zurück. Sie wurde von Vincentello d'Istra, Vizekönig von Korsika, erbaut (siehe Geschichte der Stadt Corte). Seit dem Abzug der französischen Fremdenlegion 1984 kann die Zitadelle wieder besichtigt werden. Besonders sehenswert sind die Plumpsklos und der Kerkerraum. Nachts ist der Südteil der Zitadelle hell beleuchtet, gelegentlich auch recht kitschig in immer wechselnden Farben. Öffnungszeit des Museums und der Zitadelle: 22.6. - 20.9. täglich von 10 bis 20 Uhr / 22.9. - 31.10. täglich ausser montags von 10 bis 18 Uhr / 1.11. - 31.3. dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr / 1.4. - 21.6. täglich ausser montags und 1. Mai von 10 bis 18 Uhr. Eintritt: 5.30 € (Audioguide in deutscher Sprache: 1.50 €) Weitere Infos über das Museum und die aktuelle Ausstellung gibts auf deren Webseite.
Einen tollen Blick auf die Zitadelle hat man auch vom Campingplatz Chez Bartho aus, der westlich der Zitadelle auf der anderen Seite des Tavignano liegt. Wie die Akropolis erhebt sich von hier aus die Festung in die Höhe. Vom Belvédère führt ein kaum bekannter Weg hinunter zum Tavignano. Wer auf dem Camping Chez Bartho sein Zelt aufgeschlagen hat, gelang über diesen Weg am schnellsten in die Stadt, auch wenn einige Höhenmeter überwunden werden müssen.
Auf dem Rückeweg von der Zitadelle hinunter zur Place Paoli sollte man es nicht versäumen, durch die engen Gassen der Altstadt zu schlendern. Hierfür geht man wieder rechts der Kirche vorbei zum Tante-Emma-Laden und hält danach links.
Kaum bekannt ist die Hängebrücke am Zusammenfluss von Restonica und Tavignano. Sie ist zwar kein touristisches Highlight, aber dennoch begehenswert. Kommt man über die Treppe von der Place Gaffori auf die Place Paoli, geht man vor dem Souvenirgeschäft vorbei und geradeaus zwischen den Häusern hindruch abwärts. So gelangt man auf die Avenue Président Pierucci. Diese überquert man und geht weiter geradeaus. Weiter unten gelangt man zu einem grossen Parkplatz, wo man schräg rechts hält und an der hinteren Ecke zur Brücke hinuntersteigt.
Restaurants in Corte
Die Auswahl an Restaurants in Corte ist sehr gross und die gebotene Qualität liegt deutlich über dem Inseldurchschnitt. Sehr empfehlen können wir das U Museu, das zwischen der Zitadelle und der Place Gaffori liegt. Es bietet hervorragende korsische Menus und auch eine vielfältige Karte. Wir bevorzugen die Soupe Paysanne Corse und die Canneloni au Brocciu. Eine Spezialität Cortes ist ausserdem die Forelle, die man im U Museu ebenfalls geniessen kann.
Das Restonicatal
Das wildromantische Restonicatal gehört zu den Highlights Korsikas. Einerseits lockt der schöne Wald und andererseits die glasklare Restonica, die an mehreren Stellen schöne Badegumpen bildet. Im Sommer ist hier enorm viel los, starten doch von der Bergerie de Grottelle (auch Grotelle) aus die äusserst beliebte Wanderung zum Melo- und Capitellosee. Die schmale und sehr kurvenreiche Strasse führt von Corte aus das Tal hoch und endet auf einem Parkplatz bei der Bergerie de Grottelle auf 1370 m. Im Restonicatal kommen auch Kletterer auf ihre Kosten, denn es gibt mehrere Sportklettergebiete.
Zufahrt
Vom Kreisverkehr beim grossen Supermarkt an der N193 fährt man westwärts. Das Restonicatal ist bereits ausgeschildert. Kurz nachdem man den Restonicafluss überquert hat, biegt man scharf links auf die D623 ins Tal ab. Die Strasse ist teilweise sehr schmal und somit haben hier Wohnmobile (ab dem Campingplatz Tuani, 6 km) und Wohnwagen nichts verloren. Das heisst aber nicht, dass jene auf das Tal verzichten müssen, denn es wird in der Saison ein Pendelbus angeboten, der Wanderlustige für 2 € bis zur Bergerie de Grottelle und wieder hinunter bringt.
Schon 1.5 Kilometer nach dem Abzweiger in Corte findet man rechterhand die ersten Kletterfelsen. Nochmals 1.5 km weiter findet man den zweiten Klettergarten. Darunter liegt ein tolles Badebecken, wo auch ein paar kleine Sprünge vom grossen Felsklotz aus möglich sind.
Nach 5.5 km zweigt links ein Strässchen zum Camping de Tuani ab, der wunderschön direkt an der Restonica liegt. Ab hier ist die Strasse in der Hochsaison gelegentlich am Nachmittag gesperrt. Je nachdem, wie viele Autos den Parkplatz bei der Bergerie de Grottelle füllen. Wir haben eine Schliessung aber noch nie selbst erlebt.
Hier, im unteren Teil des Restonica-Tals, wütete im Spätsommer 2000 ein heftiger Waldbrand. Noch heute stehen verbrannte und in der Zwischenzeit verblichene Laricio-Kiefern herum und zeugen von den verherenden Feuern. Das Restonicatal war danach während über einem Jahr gesperrt, da die Strasse wieder instand gesetzt werden musste.
Nach insgesamt 15 km endet die D623 auf einem Parkplatz bei der Bergerie de Grottelle. Allerdings wird man im Sommer von den Parkanweisern (meist Studenten der Uni Corte) oft schon bis zu einem Kilometer früher angehalten. Das Parken ist gebührenpflichtig und kostet für einen PW 5 €.
Wanderung zum Melo- und Capitellosee
Die Wanderung zum Melosee ist verhältnismässig leicht, wird aber von vielen unterschätzt. Man darf nicht vergessen, dass man sich im Hochgebirge befindet und deshalb eine angepasste Ausrüstung benötigt. Am wichtigsten sind gute Schuhe. Wir haben schon Leute in Flipflops hochgehen sehen. Es handelt sich um eine Wanderung - auch wenn diese kurz ist - und der Weg ist oft steinig und vor allem beim Runtergehen rutschig. Im Gebirge ist auch mit schnellen Wetterumschwüngen zu rechnen. Eine wind- und wasserdichte Jacke ist daher sehr zu empfehlen. Der Wanderweg ist sehr gut markiert und meist sind hier viele Leute unterwegs, sodass man sich nicht verlaufen kann.
Von der Bergerie de Grottelle aus führt der Weg hinauf bis zur Bergerie de Melo, die man nach einer knappen halben Stunde erreicht. Hier kann man etwas trinken und es lohnt sich, den "Kühlschrank" im Inneren der Bergerie anzuschauen! Kurz darauf teilt sich der Weg. Links folgt man der gemütlicheren Variante, rechts der sportlicheren. Letztere ist definitiv schöner und nicht wirklich anstrengender, muss man doch insgesamt die gleiche Anzahl Höhenmeter überwinden. In der Nähe dieser Gabelung findet man übrigens eine tolle Gumpe. Das Wasser ist für ein Bad allerdings sehr frisch. Die sportliche Variante beinhaltet einige einfache Kraxelstellen und einige Leitern.
Nach insgesamt einer guten Stunde hat man den fast kreisrunden Melosee (1711 m) erreicht. Hier treffen die beiden Varianten wieder aufeinander. Ein Picknick am Melosee (hier gibt es auch eine Quelle) ist herrlich! Man sitzt auf Steinen oder grünnen Matten. Im vorderen Teil ist viel los. Schöner und ruhiger geht es auf der gegenüberliegenden Seite des Sees zu und her. Hier hat es auch einige Felsen von denen man ins kalte Wasser springen kann. Der Melosee ist bis zu 20 m tief und während 6 Monaten im Jahr zugefroren.
Es ist sehr lohnenswert, die Wanderung noch bis zum Capitellosee (1930 m) fortzusetzen. Dieser Teil ist allerdings etwas anstrengender als der Abschnitt bis zum Melosee. Man geht rechts am Melosee vorbei und folgt dem Weg, der teilweise sehr steinig und steil ist, aufwärts. Kurz vor dem Capitellosee überquert man die noch sehr junge Restonica und steht schliesslich nach 45 Minuten vor dem von Felsen umschlossenen Capitellosee. Selbst im Hochsommer gibt es im hinteren Bereich noch einige Schneefelder. Der Lac de Capitello ist bis zu 42 m tief und während 8 Monaten im Jahr zugefroren. Nur die Wagemutigsten springen hier noch hinein. Legt man hier eine Picknickrast ein, bekommt man rasch Gesellschaft von Bergdohlen, die hoffen, den einen oder anderen Krumen abzubekommen.
Wer immer noch nicht genug hat, kann die Wanderung bis zur Brèche de Capitello fortsetzen, denn auf dem Weg dorthin hat man einen tollen Blick hinunter auf beide Seen. Man geht links am Capitellosee vorbei und folgt dem Weg, der Richtung GR20 und Manganu (Refuge) weist (gelb an den Fels geschrieben). Der Weg ist nur am Anfang so angenehm zu gehen, denn schon bald wird er enorm steinig und steil und man muss höllisch gut aufpassen, dass man keinen Stein auslöst. Nach einer knappen halben Stunde erreicht man den GR20 und folgt diesem rechterhand. Hier geht es sich wieder angenehmer und der Weg ist gut weiss-rot markiert. Bis zur Brèche de Capitello sind es nochmals gut 30 Minuten. Der Blick reicht bei klarer Sicht bis zum Golf von Porto!
Auf dem gleichen Weg geht es wieder hinunter.
Das obere Tavignanotal
Im Gegensatz zum Restonicatal ist das Tavignanotal absolut autofrei, denn es führt nur ein alter Maultierpfad das Tal hinauf. Im Sommer ist frühzeiges Aufbrechen ratsam, denn im unteren Teil gibt es kaum Schatten, zudem geht man immer am Südhang. Der Weg ist nicht zu verfehlen, geht man doch auf dem bekannten Mare a Mare Nord, dem zugleich der Fernwanderweg Ile-Rousse - Corte folgt. Während der Wanderung im Tavignanotal kann man an mehreren Stellen zum Fluss hinuntersteigen und in tollen Becken ein erfrischendes Bad nehmen. Verschiedene Kombinationsmöglichkeiten zum Wandern und Baden sind weiter unten beschrieben.
Anfahrt
Ausgangspunkt der Wanderung ist der Parkplatz nördlich der Zitadelle. Wer sein Fahrzeug lieber im Schatten direkt am Tavignano parkt (interessant für jene, die den Rückweg im Fluss planen, der fährt vom Kreisverkehr beim grossen Supermarkt auf der Avenue du 9 Septembre Richtung Restonicatal. Man überquert die Restonica und gleich darauf auch den Tavignano und biegt danach links ab. Dieser Strasse folgt man und biegt nach 300 m schräg rechts ab. Das Strässchen überquert den Tavignano erneut. Man stellt das Auto unter den Bäumen ab (N 42° 18.273' / E009° 08.843'). Dahinter liegt der Campingplatz Chez Bartho. Zu Fuss geht man wieder über die Brücke und zurück auf die Strasse, der man linkerhand folgt.

Ausgangspunkt
Am Einstieg des Wegs stehen mehrere Wandertafeln. Sie informieren auch über die Refuge de Sega, eine Hütte, in der Wanderer des Mare a Mare Nord Unterkunft finden. Von Corte bis zur Sega-Hütte benötigt man zwischen 4 und 5 Stunden. Die meisten Tageswanderer gehen aber nicht so weit. Der Weg ist nicht zu verfehlen und alle paar Meter orange markiert.
Wander- und Bademöglichkeiten
Wer nur schnell ein Bad in den unteren Gumpen nehmen möchte, hält sich nach 300 m links und gelangt so sogleich zum Tavignano. Man folgt dem Fluss noch 300 m aufwärts und gelangt so zu einer schönen Badestelle. Man kann dem Weg noch weiter folgen und kommt nach einem guten Kilometer zu einer weiteren Gumpe.
Sehr zu empfehlen ist der schwarze See, wo Sprünge zwischen 1 und 14 m möglich sind. Die Felswand ist absolut senkrecht und man kann sich so von Sprung zu Sprung an die Höhe herantasten. Unbedingt sollte man dem Tavignano noch ein Stück (ca. 500 m) aufwärts folgen. Dieser Abschnitt ist besonders schön und man gelangt zu einer wunderschönen Kaskade wo ebenfalls Sprünge möglich sind.
Von Corte aus wandert man auf dem orange markierten Mare a Mare talaufwärts. Blickt man zurück nach Corte, werden einem die grossen Ausmasse der Zitadelle erst richtig bewusst. Man kommt an einer gefassten Quelle vorbei, wo man vielleicht seinen Wasservorrat auffüllen möchte. Unterhalb des Wegs entdeckt man zahlreiche Terrassen, die früher landwirtschaftlich genutzt wurden. Nach 45 Minuten steigt man linkerhand einen nicht gut sichtbaren Weg steil hinunter zum schwarzen See. Gleich nach diesem Abzweiger macht der Mare a Mare Nord eine starke Rechtskurve und man überquert den Antia-Bach, welcher überigens in den schwarzen See mündet. Auch eine Bergerie gibt es hier. Allerdings hat man an dieser Stelle den Abzweiger zum schwarzen See bereits um etwa 500 m verpasst! Wer also zu diesem See möchte, muss undrehen!
Die Leute aus Corte nennen den schwarzen See (Lavu Niellu) so, weil die Gumpe enorm tief ist und auch in einer engen Mini-Schlucht liegt. steht man oben am 14-m-Sprung, scheint das Wasser je nach Tageszeit wirklich schwarz zu sein.
Es ist möglich, dem Tavignano bis hinunter nach Corte zu folgen. Wirkliche Schwierigkeiten gibt es keine, zudem kann man immer wieder aussteigen und auf dem Weg ein Stück oberhalb gehen. Wichtig: Alle Wertgegenstände müssen wasserdicht verpackt werden! Man kommt an mehreren schönen Gumpen vorbei. Der allerletzte Abschnitt vor Corte ist dann allerdings etwas langweilig, dafür verlässt man den Fluss fast beim Auto, falls man dieses im Schatten vor dem Campingplatz Chez Bartho geparkt hat. Insgesamt benötigt man gut 2 Stunden für den Rückweg im Tavignano.
Geht man von Corte aus etwas über zwei Stunden auf dem Mare a Mare Nord, erreicht man eine Holzbrücke. Die darunter liegenden Becken laden zum Bade. Viele begnügen sich mit einer Abkühlung und gehen dann den gleichen Weg wieder zurück. Dieser ist wirklich sehr schön, vor allem der Blick hinunter in die Schlucht ist toll. Viel spannender ist es aber, dem Tavignano durch die Schlucht zu folgen. So erreicht man nach gut 3 Stunden den schwarzen See. Dort kann man entweder zum Weg hochsteigen oder die Tour um weitere 2 Stunden bis nach Corte fortsetzen. Eine Beschreibung gibt es im Canyoning-Teil. Für die Begehung der Tavignano-Schlucht ist eine gute Ausrüstung Voraussetztung. Selbst im Hochsommer ist es für Badehosen und T-Shirt zu kalt! Ein Neoprenanzug und gute Schuhe sind absolute Pflicht. Zudem muss das Gepäck wasserdicht verpackt sein. Die Tour ist nicht für Kinder unter 10 Jahren geeignet. Zudem sollte man etwas Erfahrung im Flusswandern mitbringen. Ein 10 m langes Seil kann hilfreich sein. Achtung: Nur bei sicherem Wetter losgehen, denn in der Schlucht gibt es keine Ausstiegsmöglichkeiten!
Das Tavignanotal auf einer größeren Karte anzeigen
Das untere Tavignanotal bis Aléria
Bis ins Jahr 2000 benötigte man für die Strecke von Corte nach Aléria volle zwei Stunden. Zwar hiess die teilweise nur eine Spur breite Strasse damals schon N200. Sie wurde daraufhin massiv ausgebaut und trägt mittlerweile den Namen zurecht. Die Fahrzeit hat sich mehr als halbiert. Heute benötigt man für die Strecke nur noch 45 Minuten. Viele nutzen das auch und rasen ohne Stopp durch. Das ist viel zu schade, denn auch das untere Tavignanotal hat ein paar nette Sachen zu bieten. Der Ausbau der Strasse hat dem schönen Tal allerdings schon etwas von seinem einstigen Reiz genommen.
Vom Kreisverkehr beim Bahnhof Corte führt die N200 unter der Bahn durch und danach durch das kleine Industriegebiet der Stadt. Auch an einem kleinen Flugplatz fährt man vorbei. Hier starten und landen allerdings nur Sportmaschinen - und das selten. Zwar soll man hier auch Rundflüge buchen können, wir haben dies allerdings noch nie probiert und die Internetrecherche nach dem Aéroclub de Corte Centre Corse verlief erfolglos.
Nach 14 km führt rechts die D143 Richtung Venaco. Diese folgt im unteren Teil dem Vecchiofluss, wo man zahlreiche tolle Badegumpen findet! Das Wasser ist hier klarer als im Tavignano unterhalb der Stadt Corte. Unschön hingegen ist die Mülldeponie, an der die Strasse gleich zu Beginn vorbeiführt.
Bleibt man auf der N200 Richtung Aléria, überquert man 500 m nach dem Abzweig der D143 den Vecchio und nicht, wie viele meinen, den Tavignano. Diesen überquert man erst 2 km danach. Hier lohnt sich ein Stopp auf alle Fälle, denn die Brücke, die heute noch den Verkehr ertragen muss, stammt aus genuesischer Zeit. Sie trägt den Namen Pont d'Altiani. Darunter bildet der Tavignano grosse, tiefe Becken. Gleich neben der Brücke steht die kleine romanische Kapelle Saint-Jean Baptiste.
Eine weitere, kaum bekannte genuesische Brücke, die Ponte Laricio, überspannt den Tavignano nach weiteren 5.5 km. Im Weiler Pont de Piedicorte parkt man das Auto am Strassenrand und folgt einem Fussweg hinunter zum Tavignano. Die Brücke ist, wenn man aufpasst, von der Strasse aus zu sehen. Sie ist asymetrisch und weist drei immer grösser werdende Bögen auf. Auf der anderen Seite führt ein Weg zur prähistorischen Stätte von Castellare, von der aber für Laien nichts Besonderes zu sehen ist.
Auf den kommenden Kilometern haben die Strassenbauern am meisten gewütet. Oft erkennt man links und rechts der neuen Strasse noch Überreste der alten, vor allem Brücken sind zu sehen. Wer sich ein Bild von der alten Strasse machen möchte, kann das Auto kurz vor oder nach dem Tunnel am Strassenrand abstellen und einige Schritte auf einem grösseren Abschnitt der alten N200 machen.
Für jene, die noch ein besonderes Urlaubsfoto möchten, sei das winzige und nur noch schlecht befahrbare Strässchen empfohlen, das 1.3 km nach dem Tunnel links wegführt. Es ist stellenweise schon stark zugewachsen und führt nach knapp 2 km zu einem Abbruch, an dem an ein Weiterkommen nicht zu denken ist. Achtung, Abrutschgefahr! Aufenthalt hier auf eigene Gefahr!
Zurück auf der Hauptstrasse überquert man den Tavignano, der hier eine tiefe Schlucht in den Felsen gefressen hat. Neben der neuen Brücke sieht man noch die Vorgängerin.
Schliesslich erreicht man die breite Ostküstenebene. Beidseits der Strasse liegen Obstplantagen und Weinberge (Réserve du Président). Früchte und Gemüse können direkt an der Strasse gekauft werden. Zügig geht es nun bis Aléria an der Ostküste.
Von Corte zum Col de Vizzavona - das Venachese
Die N193 führt von Corte aus südwärts Richtung Ajaccio. Nach knapp 8 km liegt rechterhand das schöne Dörfchen Riventosa auf einer Krete. Bald darauf erreicht man den Col de Belle Granaje, hinter dem die Strasse hinunter nach Venaco führt.
Venaco besteht aus mehreren Weilern und einem Hauptort, durch den auch die Nationalstrasse führt. Man findet hier einige kleine Geschäft. Vor den Bars sitzen die Männer und schauen dem Verkehr zu, der sich etwas mühsam durch die enge Strasse zwängt. Jeweils Anfang Mai findet in Venaco das Käsefest statt (A Fiera di u Casgiu).
Am südlichen Ortsausgang führt die D43 hinunter zum Vecchio, wo man tolle Badestellen findet.
4.5 km nach Venaco führt die N193 über den wasserreichen Vecchio-Fluss. Rechterhand erblickt man das 1892 fertiggestellte Eisenbahnviadukt von Gustave Eiffel (Ponte Vecchio), darunter steht noch die alte Strassenbrücke.
Unmittelbar vor der Brücke kann man links auf die alte Strasse abbiegen. Das lohnt sich, wenn man in den wunderschönen Gumpen des Vecchio ein Bad nehmen möchte. Man fährt über die alte Strassenbrücke und parkt das Fahrzeug dann unter der neuen Brücke. Beim Pfeiler führt ein Weg hinunter zum Bach. Hier gibt es mehr Infos zum Baden im Vecchio. Hier befindet sich auch der Ausstieg der Flusswanderung durch den Vecchio (siehe unter Canaglia).
Ebenfalls noch vor der neuen Strassenbrücke führt die D723 rechts weg (etwas nach dem Abzweiger auf die alte Strasse). Folgt man dieser Strasse ein Stück, hat man eine gute Aussicht auf alle drei Brücken, einerseits die Ponte Vecchio und andererseits die Strassenbrücken. Folgt man der Strasse 5 km aufwärts, erreicht man bei der Brücke über den Verghellu eine schöne Picknickstelle. Es ist möglich, dem Fluss abwärts bis zur Ponte Vecchio zu folgen. Allerdings benötigt man für eine Abseilstelle die entsprechende Ausrüstung. Weitere Infos über diese leichte Canyoning-Tour gibt es hier. Es ist auch möglich, bereits nach 2.6 km im Quarceto einzusteigen. Dieser mündet dann in den Verghello. Den Verghello kann man auch von unten her erkunden. Hierfür steigt man einfach von den Vecchio-Gumpen das Tal hoch.
Auf der N193 erreicht man schliesslich Vivario. Hier gibt es Lebensmittelgeschäfte, Bars und Restaurants sowie einige einfache Unterkünfte. Der Fernwanderweg Mare a Mare Nord durchquert Vivario. Einen sehr schönen Blick auf das Dorf hat man von der Haarnadelkurve am Ortsausgang. Kurz nach Vivario erblickt man auf einem Hügel die Ruine des von den Franzosen 1770 errichteten Fortin de Pasciolo. Es wird in anderen Quellen den Genuesen zugeschrieben. Über eine Piste erreicht man das Fort problemlos zu Fuss. Der Blick hinunter ins Vecchiotal ist sehr schön.
Knapp 5 km nach Vivario zweigt rechterhand die D23 nach Canaglia ab. Der kleine Ort ist Ausgangspunkt für die Wanderung ins Manganellotal und auch für die lange, wasserreiche Vecchio-Tour, die bis zur Ponte Vecchio führt. In der Hochsaison sind die wenigen Parkplätze in Canaglia schnell besetzt. Es empfiehlt sich, das Auto irgendwo vor dem Ort an der schmalen Strasse abzustellen. Die leichte Wanderung beginnt auf dem kleinen Parkplatz im hinteren Teil des Orts. Man folgt einer sanft ansteigenden Piste durch Kiefern, erreicht schnell bei einer Brücke ein Gatter. Danach hält man sich rechts und folgt dem Fussweg. Nach einer guten Stunde erreicht man die Cascade de Meli und nach nochmals 15 Minuten die Pont de Tolla mit netten Badegumpen. Hier stösst der Weg auf den GR20, welchem man in nördlicher Richtung folgt (weiss-rote Markierung). Man kommt an der Bergerie de Tolla vorbei und wandert durch einen schönen Wald, bis man nach gut 45 Minuten eine tolle Kaskadenserie erreicht. Das Baden ist hier aber selbst im Hochsommer eine echte Überwindung, da das Wasser auf rund 1200 m Höhe sehr kühl ist. Auf dem gleichen Weg geht es zurück nach Canaglia.
Der Camping Le Soleil beim Bahnhof von Tattone ist bei Wanderern ein beliebter Stützpunkt. Abends wird es auch im Sommer sehr kühl.
Hinter Tattone führt die N193 stetig aufwärts Richtung Vizzavona-Pass. Der kleine Ort Vizzavona selbst wird meist links (also eigentlich rechts) liegen gelassen. Früher war Vizzavona vor allem bei den Engländern ein äusserst beliebter Ort, lockten doch herrlich kühle Wälder zu ausgedehnten Spaziergängen. Heute bröckeln die herrschaftlichen Häuser vor sich hin. Dem Bahnhof (der höchstgelegene Korsikas übrigens) ist es zu verdanken, dass der Weiler noch nicht Vergessenheit geraten ist, denn die Züge bringen in der Saison zahlreiche Wanderer hoch. Wer nur den halben GR20 erwandern möchte, beginnt oder endet das Abenteuer hier. Zwei Restaurants buhlen um die Gunst der Kunden. Richtung Süden verschwinden die Züge im fast 4 km langen Tunnel.
Wer zu den Cascades des Anglais möchte und mit der Bahn angereist ist, folgt dem GR20 Richtung Refuge de l'Onda. Zum unteren Teil der bekannten Kaskaden benötigt man eine gute Stunde. Zurück auf der N193 erreicht man schnell den Col de Vizzavona.
Kommt man von Norden her, durchquert man erst den Weiler la Foce, wo es einige Restaurants gibt. Die eigentliche Passhöhe erreicht man erst 700 m weiter. Dort befindet sich auch ein grosser Parkplatz. Der Col de Vizzavona (la Foce, 1163 m) bildet die Grenze zwischen den Departementen Haute-Corse und Corse du Sud. Etwas oberhalb des grossen Parkplatzes stehen die Überreste des französischen Forts, welches 1772 errichtet wurde. Zu den berühmten Cascades des Anglaises gelangt man entweder via Fort oder aber, gemütlicher, über die Piste, die beim Hochseilgarten-Empfang startet. Der Hochseilgarten übrigens ist sehr zu empfehlen, denn es ist unserer Meinung nach der Beste ganz Korsikas. Die Ateliers sind sehr abwechslungsreich und äusserst fantasievoll. Mitten im kühlen Wald unweit der Kaskaden klettert oder schwingt man sich in unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen von Baum zu Baum, teils in Schwindel erregender Höhe! Das Abenteuer setzt keine Vorkenntnisse voraus! Die Einführung ist seriös und im Park selbst passen viele Beteuer auf und geben auch mal Tipps. Der Spass ist nicht ganz billig, lohnt sich aber auf jeden Fall!
Der einfache Zustieg zu den Cascades des Anglais startet, wie bereits erwähnt, bei der Holzbaracke des Klettergartens (Schild "Cascades"). Der breite Weg führt durch den schattigen Wald immer leicht abwärts. Im unteren Teil kann man hoch oben den "Menschenaffen" im Klettergurt zuschauen. Gleich darauf erreicht man eine kleine Brücke, die den Agnone überquert. Ab hier befindet man sich auf dem GR20. Man überquert die Brücke allerdings nicht, sondern folgt dem weiss-rot markierten Fernwanderweg in westlicher Richtung. Bereits hier unten findet man schöne Gumpen und viel Leute gehen auch gar nicht weiter. Es ist aber viel zu schade, nur hier unten zu verweilen. Man folgt dem GR20 während einer guten Stunde, bis man eine weitere Brücke erreicht. Hier startet auch die Canyoning-Tour. Wer ohne Abseilausrüstung unterwegs ist, kann dem Bach ebenfalls abwärts folgen, man muss einfach einige Stufen aussen umgehen. Bei unserer letzten Begehung war das Wasser bei der Brücke nur gerade 14°C warm und das anfang August! Man kommt vorbei an tollen Wasserfällen und glasklaren Gumpen, wo einmal ein Sprung aus 8 m Höhe möglich ist. Je weiter runter man kommt, desto mehr Leute vergnügen sich am und im Wasser.
Hinter dem Vizzavona-Pass liegt das Gravona-Tal, durch das man bis nach Ajaccio an der Westküste gelangt.
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